Therapieverlauf

Grundsätzlich behandeln wir Patienten nach einem sorgfältig geplanten dreistufigen Schema. Der Übergang in die jeweils nachfolgende Stufe erfolgt reflektiert und nur, wenn die jeweils vorangehende Stufe erfolgreich verlaufen ist.

Stufe I: Stabilisieren, Problem analysieren und Ziele finden

In dieser Stufe erarbeiten wir ein individuelles Störungsmodell, die individuelle Behandlungshierarchie, basierend auf dem Schweregrad der jeweiligen Traumata und formulieren Ihre Therapieziele. Sie nehmen an der Patientenbezugsgruppe, an der Traumaedukations- und Traumaskillsgruppe teil, in denen Sie ein Störungsverständnis sowie eine individuelle Skillskette zum Einsatz in hochbelastenden Situationen und Skills im Umgang mit Traumafolgesymptomatik erarbeiten.  Am Ende der Phase 1 stellen Sie Ihre abgeleiteten Therapieziele zusammen mit Ihrem Therapeuten dem therapeutischen Team vor.

 

 

Stufe II: Traumaexpositionsphase

In dieser Stufe arbeiten Sie in der Einzeltherapie und in den verschiedenen Therapiegruppen an Ihren Zielen. Der Schwerpunkt liegt auf der Bearbeitung dysfunktionaler Bewältigungsstrategien und der Durchführung formaler Traumaexposition. In dieser Phase werden zusätzlich Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität und des Selbstwertes, der Selbstakzeptanz sowie des Umgangs mit dem eigenen Körper fokussiert. Neben der Ergotherapie und verschiedenen körpertherapeutischen Angeboten nehmen Sie jetzt zusätzlich an der Kunsttherapie PTBS teil.

Stufe III: Schwerpunkt: In vivo Exposition, Therapie reflektieren und Entlassung vorbereiten

In dieser Stufe arbeiten Sie in der Einzeltherapie und in den verschiedenen Therapiegruppen weiter an Ihren Zielen. In einem Reflexionsgespräch (Stufe III Gespräch) überprüfen Sie mit Ihrem Einzeltherapeuten und Ihrer Bezugspflege den bisherigen Therapieverlauf.

Zusätzlich besprechen Sie, was Sie ggf. für die Zeit nach der stationären Behandlung vorbereiten müssen, wie die ambulante Anschlussbehandlung und ggf. Psychotherapie und die Erarbeitung eines Krisenplans zur Rückfallprophylaxe.