Anpassungsstörung

Anpassungsstörung

Anpassungstörungen nach traumatischen Erlebnissen können dazu führen, dass Menschen in alltäglichen Situation nicht mehr zurechtkommen. Ängste und Verzweiflung sind ständige Begleiter.

Was ist eine Anpassungsstörung?

Menschen mit einer Anpassungsstörung reagieren auf ein belastendes Lebensereignis mit einem gestörten Gemütszustand oder mit Schwierigkeiten im Sozialverhalten, also im Umgang mit Anderen.

Trauer, Angst, Antriebslosigkeit oder Hilflosigkeit sind normale Empfindungen nach negativen Erfahrungen. Bei einer krankhaften Anpassungsstörung belastet die Reaktion aber dauerhaft sämtliche Lebensbereiche. Die Betroffenen können sich nicht mehr angemessen an unterschiedliche Situationen anpassen. 

Symptome einer Anpassungsstörung

Eine Anpassungsstörung äußert sich zeitnah nach einem belastenden Ereignis.

Typische Merkmale sind:

  • Emotionale Verwirrtheit
  • Mischung aus Angst, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Isolation und Bedrängnis
  • körperliche Störungen wie Schmerzen, Verspannungen und Verdauungsproblemen

Eine Anpassungsstörung beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit und das Sozialverhalten. Betroffene sind oft pessimistisch, ohne Interessen und freudlos.

Ob es zu einer Anpassungsstörung kommt und wie stark diese ausgeprägt ist, hängt davon ab, wie belastbar die jeweilige Person ist und wie stark der oder die Betroffene die Belastung empfindet.

Diagnostik einer Anpassungsstörung

Am Anfang der Therapie einer Traumafolgestörung steht eine umfassende Diagnostik. Dabei gehen wir leitliniengerecht und multimodal vor, berücksichtigen also verschiedene körperliche und psychische Aspekte.

Zur Diagnosestellung gehören

  • ein psychosomatisch-psychiatrisches Anamnesegespräch
  • psychometrische Testverfahren
  • klinisch körperliche Untersuchung
  • klinisch apparative Untersuchungen
  • Stressdiagnostik
  • bei Bedarf konsiliarische Untersuchungen

 

Wie wir eine Anpassungsstörung behandeln

Jede Anpassungsstörung behandeln wir individuell. Ein wichtiges Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern. Wir unterstützen die Betroffenen dabei, Probleme zu reduzieren, damit sie im Alltag besser zurechtkommen können. 

Dazu setzen wir verschiedene verhaltenstherapeutische Methoden ein. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Exposition: Therapeutisch unterstützt setzen sich unsere Patient*innen bewusst der jeweils belastenden Situation aus. Dabei lernen sie, diese zu bewältigen.

Neben Einzeltherapien schulen wie die Patient*innen in Gruppensitzungen im Umgang mit der Anpassungsstörung und deren Folgen.

Ergänzende Behandlungsbausteine sind unter anderem:

  • Soziales Kompetenztraining
  • Schulungen zu Achtsamkeit
  • Entspannungstechniken
  • Kunst- und Körpertherapie

Bei schweren Formen können Anpassungsstörungen auch zusätzlich mit Antidepressiva behandelt werden.

Erfahren Sie mehr über die Therapie im MEDICLIN Traumazentrum Durbach.

Wer Sie behandelt

Dr. med. Andrea Temme

Dr. med. Andrea Temme

Chefärztin

MEDICLIN Traumazentrum Durbach

Helen Banikarimi M. Sc. Psych.

Helen Banikarimi M. Sc. Psych.

Psychologische Psychotherapeutin Leitung

MEDICLIN Traumazentrum Durbach

Wie Sie uns kontaktieren können

Susanne Moser

Susanne Moser

Leitung Patientenaufnahme

MEDICLIN Traumazentrum Durbach

Rosemarie Kienzler

Rosemarie Kienzler

Stationsassistentin, Aufnahmemanagement

MEDICLIN Traumazentrum Durbach